Helligkeit für Fortgeschrittene

Ultraschwarz Testbild

Ultraschwarz 4:3, zu finden auf der Peter Finzel Testdisc S.E. (DVD): Einstellungen / Ultraschwarz 4:3

Ultraschwarz-Testbild zur Einstellung der Bildhelligkeit für Fortgeschrittene

Kurz & Bündig:

Dieses Testbild ist auf der DVD Peter Finzel Testdisc S.E. enthalten. Das Testbild eignet sich hervorragend zur Feineinstellung der Bildhelligkeit für Fortgeschrittene, da es neben dunklen Graustufen und Schwarz auch sogenannte ultraschwarze Bildbereiche beinhaltet. Mit DVD- oder BD-Playern und Fernsehern, die ultraschwarze Bereiche darstellen können, lässt sich die Bildhelligkeit besonders exakt justieren.

Das gibt es zu sehen:

Das Bild zeigt oben und unten absolut dunkle Letterboxstreifen (digital 0), die schwärzer als das normale Schwarz des Bildhintergrunds (digital 16) sind. In diesem schwarzen Bildhintergrund sind ultraschwarze Schriften „VBL-2%“ (digital 11) und „VBL-4%“ (digital 7) eingebettet, die sich seitlich hin und her bewegen. Ein Teil der Player und Displays macht sie nicht sichtbar, dann zeichnen sich nur die helleren Schriftzüge „VBL+2%“ (digital 21) und „VBL+4%“ (digital 25) vor dem schwarzen Bildhintergrund ab. HDMI-Zuspieler sollten dazu bei RGB-Ausgabe auf „normal“ stehen (16-235) und keine gespreizten Videopegel (1-254) ausgeben.

So wird es gemacht:

Diese Einstellungen sollte man am Abend oder zumindest bei reduzierter Raumbeleuchtung durchführen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollte man die Bildhelligkeit des Displays zunächst um einige Punkte erhöhen. Die Schriften im unteren Teil und die eventuell darstellbaren ultraschwarzen Bildinhalte darüber zeichnen sich dann deutlicher als schwache Muster ab. Sind die ultraschwarzen Schriftzüge sichtbar, senkt man die Bildhelligkeit nun schrittweise solange ab, bis die beiden ultraschwarzen Schriftzüge fast mit dem Schwarz des Hintergrunds verschmelzen. Aufgrund der Bewegung im animierten Testbild lassen sich die ultraschwarzen Schriften auch bei minimalen Kontrastunterschieden noch gut erkennen. Die Einstellung einer korrekten Bildhelligkeit erfolgt auf diese Weise mit maximaler Präzision. Nutzbare Bildinhalte werden so sicher nicht verschluckt, die beiden helleren Schriftzüge „VBL+2%“ und „VBL+4%“ sollten nun klar zu erkennen sein.

2 Kommentare zu „Helligkeit für Fortgeschrittene“

  • Dietrich Benn sagt:

    Sie schreiben “HDMI-Zuspieler sollten dazu bei RGB-Ausgabe auf „normal“ stehen (16-235) und keine gespreizten Videopegel (1-254) ausgeben.” Das heißt ja wohl, daß HDMI-Zuspieler Ultra-Black und Ultra-Weiß nicht darstellen sollen. Dann darf das in Tests aber auch nicht beanstandet werden, wenn ein Player via HDMI kein BTB und WTW ausgibt, was aber oft der Fall ist. Hier ist mehr Klarheit nötig.

  • admin sagt:

    Hallo Herr Benn,
    Danke für Ihren Kommentar.
    In der Tat ist dieser Zusammenhang schwer zu verstehen und die Hersteller von Playern gehen bei den Optionen auch sehr uneinheitlich vor.

    Bei den meisten Playern bewirkt die Einstellung “1-254″ jedoch, dass der Video-Normbereich von 16-235 auf 1-254 gespreizt wird. Damit gehen auch die ultraschwarzen und ultraweißen Bildbereiche verloren, die natürlich dargestellt werden sollten.

    Kleiner Hintergrund: Einen eingeschränkten Video-Normbereich 16-235 benötigt man vor allem aus zwei Gründen. Erstens, um noch einen gewissen Headroom bei der Videoverarbeitung zu haben. Zweitens, weil alles digitale Video auf DVD oder Blu-ray YCrCb codiert ist und bei der Decodierung nach RGB andere Pegel entstehen. Würde man den vollen Dynamikbereich bei YCrCb benutzen, käme man bei der Decodierung nach RGB gelegentlich in die Übersteuerung. Farbverfälschungen, Nichtlinearitäten, etc. wären die Folge.

    FF

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