Filmmode Test Kino

Filmmode Progressive / Interlaced

Filmmode Test, zu finden auf der Peter Finzel Testdisc S.E. (DVD): De-Interlacer / Filmmode Test

Filmmode Test zur Überprüfung der Vollbildwandlung für Kinofilme

Kurz & Bündig:

Dieses Testbildsequenzen sind auf der DVD Peter Finzel Testdisc S.E. enthalten. Das bewegte Fachwerkhaus zeigt in drei Stufen, wie gut Displays oder DVD-Spieler Filmmaterial in Vollbilder wandeln können.

Das gibt es zu sehen:

Vor dem Hintergrund bewegt sich der Ausschnitt eines Fachwerkhauses diagonal hin und her, aufgenommen mit 25 Bewegtphasen pro Sekunde. Dieser Transfer entspricht der Bewegungsdarstellung von Kinofilmen auf PAL-DVDs, die per „Speed Up“ von der originalen Bildrate mit 24 Hertz passend für die PAL-Norm mit einer Bildrate von 25 Hertz auf DVD gespeichert sind. Kinofilme werden dann mit 50 Halbbildern pro Sekunde ausgegeben, jede Bewegtphase jeweils doppelt (2:2-Pulldown auf 50 Hz). Bei einer guten Vollbildwandlung bleibt das Fachwerkmuster auch bei Bewegung scharf. Werden jedoch Halbbilder mit unterschiedlicher Bewegungsphase zusammengefasst, flimmern die Balken bei Bewegung deutlich. Die Testsequenz auf der DVD enthält drei Stufen, die je einmal ohne Vollbildmarker (Interlaced) und einmal mit Vollbildmarker (Progressive) auf der DVD gemastert worden sind.

So wird es gemacht:

Bei Zuspielung im Halbbildformat 576i testet man mit dieser Sequenz die Vollbildwandlung des Fernsehers, alternativ bei einer Ausgabe im Format 1080p das Upscaling und die Vollbildwandlung des DVD- oder BD-Spielers. Letztere können sich bei den Testvideos „Progressive“ und „Interlaced“ unterschiedlich verhalten. Falls der Player den Vollbildmarker beim Filmmode-Test „Progressive“ ausgewertet, erscheinen alle drei Stufen durchgängig in flimmerfreier Qualität. Beim Filmmode-Test „Interlaced“ fehlt der Marker und die Videoverarbeitung des Players muss die Vollbildwandlung und Filmmode-Erkennung mit eigner bewegungsadaptiver Technik erkennen. Hier sollte zumindest die erste Stufe nach höchstens einer Sekunde „einrasten“ und flimmerfrei erscheinen, manche Geräte schaffen auch Stufe 2 und 3. Da etliche DVDs ohne Vollbildmarker produziert werden, ist dieser Test ohne Vollbildmarker besonders aussagekräftig. TV-Geräte können dagegen bei einer Halbbildzuspielung keinen Vollbildmarker auswerten und müssen die bewegungsgleichen Bildphasen immer selbst ermitteln. Einige Player und TV-Geräte bieten dazu einen umschaltbaren Vollbildmodus (Progressive Mode), der zwischen der Vollbildwandlung von Kinostreifen (Film) und TV-Material (Video) umschaltbar ist. Gelegentlich funktioniert der Modus „Film“ bei Kinofilmen besser als der Modus „Auto“ – ausprobieren lohnt sich. Dazu sollten auch weitere Szenen von Kinofilmen analysiert werden, beispielsweise die oft zitierte Strandszene im 5.Kapitel der DVD „Sechs Tage sieben Nächte“.

1 Kommentar zu „Filmmode Test Kino“

  • Dietrich Benn sagt:

    Hallo,

    Sie schreiben “Werden jedoch Halbbilder mit unterschiedlicher Bewegungsphase zusammengefasst, flimmern die Balken bei Bewegung deutlich.”
    Ich denke, das stimmt so nicht. In diesem Fall würden Kämme auftreten, kein Flimmern. Flimmern entsteht durch den (normalen) Fall, daß der Filmmodus nicht erkannt wird und die Halbbilder nicht verwebt sondern “gebobbt” (zeilenverdoppelt bzw. interpoliert) werden.
    Zudem welche Balken? Davon war zuvor keine Rede. Sind damit die Balken des Hauses gemeint oder die (viel kritischeren, da je Halbbild wechselnden und DENNOCH zusammengehörenden) weißen Streifen in Stufe 2? Auch diese müssen nämlich vom Deinterlacer ohne Flimmern dargestellt werden, mit und ohne Flag.
    Diese Testbilder sind mit ihren 3 Stufen so raffiniert, daß eine genauere Beschreibung und alle Bilder sinnvoll wäre.

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